Projekte der Keller Grundbau GmbH in Spezialtiefbau
Projekte der Keller Grundbau GmbH in Spezialtiefbau

Projekte und Referenzen

Windpark Kassieck-Lindstedt

Gründungsarbeiten am Standort Nr. 15
Gründungsarbeiten am Standort Nr. 15

Erfolgreiche Gründung eines extrem schwierigen Standorts im zweiten Anlauf

Projekt-Info

Der Windpark Kassiek-Lindstedt befindet sich in Sachsen Anhalt, nordöstlich der Stadt Gardelegen. Bereits im Jahr 2011 hat Keller Grundbau dort im Auftrag der Enercon GmbH acht Windenergieanlagen (WEA) E 82 gegründet. Der Auftrag sah damals die Gründung von zehn WEAs durch Rüttelstopfs.ulen vor. Für die Standorte Nr. 15 und Nr. 19 gab es damals noch keine Genehmigung. Zusätzlich erwies sich beim Standort Nr. 15 das Gründungskonzept als noch nicht schlüssig.


Bei dem Standort Nr. 15 wurde bereits im Jahre 2011 festgestellt, das bisher ausgeführte Drucksondierungen an dem Standort keine Dimensionierung ermöglichten. Eine ausgiebige technische Diskussion mit unserem Auftraggeber und dem Bodengutachter ergab, dass ergänzende Bodenaufschlüsse für eine Gründungsdimensionierung erforderlich sind. Daher wurde 2011 die Gründung am Standort Nr. 15 zunächst verworfen.

Sogar beim Betrachten des Windparks aus der Vogelperspektive (Google Earth) wird erkennbar, dass die dortigen Ackerflächen bemerkenswerte Schattierungen aufzeigen, die woanders nicht zu finden sind. Ein ergänzendes Bodengutachten mit zusätzlichen Drucksondierungen am Standort Nr. 15 ergab schließlich einen Gründungsvorschlag des Bodengutachters. Insgesamt wurden an diesem Standort 16 Drucksondierungen niedergebracht, die sehr stark wechselnde Bodenmächtigkeiten und Festigkeiten ergaben.

Zur Ausführung kamen dann in diesem Jahr am Standort Nr. 15 insgesamt 52 Kiesstopfsäulen bis zu einer Tiefe von 11,5 m, die aber nur auf ca. der Hälfte des Fundamentes erforderlich waren. Die übrigen Bereiche der Fundamentfläche zeigten in der Mehrheit der Sondierungen sehr dicht gelagerte Sande, die nicht mehr verbessert werden mussten. Am Standort Nr. 19 wurden 58 Kiesstopfsäulen mit
einer mittleren Länge von 6,7 m eingebaut.

Nachdem der Fundamentaushub erfolgt war, konnte in ca. 3 m Tiefe das Auffinden der sehr stark wechselnden Bodenschichten und das ausgeführte Säulenraster in Augenschein genommen werden. Das Bild zeigt deutlich das steile Einfallen und Wechseln der Bodenschichten.

Zum Abschluss unserer Arbeiten wurde durch den Bodengutachter das Erreichen der Baugrundverbesserung durch Rüttelstopfsäulen und die ausreichende Tragfähigkeit der Baugrubensohle zur vollsten Zufriedenheit unseres Auftraggebers bestätigt.

Verfahrensbeschreibung

Mit der Rüttlertragraupe wird der am Mäkler geführte Schleusenrüttler über dem eingemessenen Punkt ausgerichtet und das Gerät hydraulisch abgestützt. Ein Frontlader belädt den Materialkübel. Der Materialkübel wird am Mast hochgefahren und entleert seinen Inhalt in die Schleuse. Nach dem Schließen der Schleusenklappe unterstützt Pressluft den Materialfluss zur Austrittsstelle an der Rüttlerspitze. Der Rüttler verdrängt den Boden bis zur geplanten Tiefe, unterstützt von austretender Druckluft und der Kraft der Mastwinden. Nach dem Erreichen der Endtiefe wird der Rüttler etwas angehoben, wobei das Zugabematerial unter Druckluft in den sich bildenden Hohlraum eintritt. Beim Wiederversenken wird dieses in den Boden gedrückt und verdichtet. So baut sich die Rüttelstopfsäule in alternierenden Schritten bis zur geplanten Höhe auf. Beim Herrichten des Feinplanums ist eine Nachverdichtung der Aushubsohle oder der Einbau einer Ausgleichsschicht erforderlich.