Projekte der Keller Grundbau GmbH in Spezialtiefbau
Projekte der Keller Grundbau GmbH in Spezialtiefbau

Projekte und Referenzen

Siegerlandhalle Siegen

Beseitigung von Tagesbruchgefährdungen
Beseitigung von Tagesbruchgefährdungen

Erzbergbau - Beseitigung von Tagesbruchgefährdungen

Kleinbohrgerät im Stuhllager der Siegerlandhalle
Kleinbohrgerät im Stuhllager der Siegerlandhalle

Für das Gelände der Siegerlandhalle in Siegen-Rosterberg hatte das Bergamt Recklinghausen eine Gefahr für die Standsicherheit der Geländeoberfläche festgestellt. Hier hatte bis in die 60er Jahre umfangreicher Bergbau auf Eisen- und Bleierze stattgefunden. Der Abbau dieser Gangerze ist dokumentiert und wurde bis dicht unter die Geländeoberfläche geführt.

Durch erste Aufschlussbohrarbeiten der bergbaulich-geotechnischen Situation wurden Einsturz- bzw. Tagesbruchgefährdungen für den Bereich des Parkplatzes und eines Gebäudeteiles der Siegerland-Halle festgestellt. Um die Dauerstandsicherheit wieder herzustellen wurde Keller Grundbau mit den Bohr-, Verfüll- und Einpressarbeiten beauftragt.

Eine besondere Herausforderung an die Bohrtechnik stellte das oft mit Quarzleisten durchzogene Nebengestein der Gangerze dar. Für die Sicherungsarbeiten unter der Siegerlandhalle waren zudem Bohrungen aus dem Stuhllager des Kellergeschosses erforderlich, die mit einem Kleinbohrgerät ausgeführt wurden.

Das bei 4,0 m unter Parkplatzniveau stehende Grundwasser machte neben der drucklosen Verfüllung ein Niederdruckverfahren notwendig. Die vertraglich setzungsfrei herzustellenden Gebäudebereiche wurden zusätzlich mit Baustoffsuspensionen druckhaft verpresst. Im Bereich der Parkplatzflächen wurden untertägige Strecken mit Hilfe von aufgeweiteten Orientierungsbohrungen erschlossen und mit Estrichmörtel abgeriegelt. Damit konnte das Abwandern von Verfüllmaterial in grundstücksferne Bereiche verhindert werden.

Ganz in der Nähe der Siegerlandhalle befindet sich der Maschinenschacht an der Gläserstraße. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten erhielt die Niederlassung Bochum den Auftrag dessen Standsicherheit zu erkunden und falls erforderlich zu sanieren.
Nach einer groben Orientierung des Schachtes durch Schrägbohrungen wurde eine Keller-eigene Sicherheitsbühne über dem Schachtkopf montiert. Von dieser Bühne aus konnten sicher Kernbohrungen ausgeführt werden, die Aufschlüsse über den Zustand des Schachtausbaus und die Zusammensetzung der Füllsäule gaben.

Auch hier zeigte sich früh, dass eine Sicherung notwendig ist. Dazu wurden nach einer drucklosen Verfüllung Stahlventilrohre bis in eine Tiefe von 75,0 m in die Schachtsäule eingebaut und verpresst.