Anwendung

In Böden, bei denen die Tragfähigkeit der Säulen durch Verbund und Stützkraft nicht gewährleistet ist, wie z. B. bei organischen Böden, kommen hydraulisch gebundene Stopfsäulen zum Einsatz. Dies sind Betonstopfsäulen (BSS), Fertigmörtel-Stopfsäulen (FSS) und vermörtelte Stopfsäulen (VSS). Sie gehören im Sinne der EA-Pfähle zu den pfahlähnlichen Gründungselementen. Bei diesen Verfahren ist die Herstellung eines hochgradig verdichteten Kiesfußes zur Erhöhung der Tragfähigkeit möglich.

 

Funktionsweise

Diese Gründungselemente werden in der gleichen Weise hergestellt, wie im Rüttelstopfverfahren beschrieben.

Als Zugabematerial wird besonderer Beton der Güte C 8/10 bis C 25/30 eingebaut. Dieser verhält sich wie das Zugabematerial bei der Rüttelstopfverdichtung. Verdichtungseffekte auf den umgebenden Boden durch Rütteln und Verdrängung werden dadurch nicht geschmälert.

Beim Gründungsentwurf wird für diese Gründungselemente ein äußeres Tragverhalten angegeben, das durch eine Vielzahl von Probebelastungsergebnissen nach DIN EN 1997 belegt ist. 

Betonstopfsäulen und Fertigmörtelstopfsäulen lassen sich sehr gut mit einer Rüttelstopfverdichtung kombinieren, indem der untere oder obere Teil der Säulen unverfestigt bleibt und somit gewisse Pufferzonen bildet. Derartige Säulen werden als Teilvermörtelte Stopfsäulen bezeichnet.

Betonstopfsäulen
Betonstopfsäulen
Vorteile

Vorteile der Betonstopfsäulen

  • Vollverdrängende Herstellung ohne Bodenaushub
  • Auch in den meisten sehr weichen und organischen Böden problemlos einsetzbar
  • Möglichkeit einer zusätzlichen Bodenverdichtung am Säulenfußbereich -> höhere Tragfähigkeit bei gleicher Säulenlänge

Informationen für die Planung und Ausführung

Für vermörtelte Stopfsäulen (VSS), Fertigmörtel-Stopfsäulen (FSS) und Betonstopfsäulen (BSS) besitzt Keller eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung: Zulassung Vermörtelte Stopfsäulen (3,8 MB).