Tiefenrüttelverfahren
Vertikaldrains mit Tiefenrüttler

Grundsätzlich ist bei der Herstellung zwischen herkömmlichen Rüttelstopfsäulen und Rütteldrainsäulen zu unterscheiden.
Bei den Rüttelstopfsäulen wird die Säule mit einem Tiefenrüttler nach der Euronorm DIN EN 14731 hergestellt, wobei zuerst durch Vollverdrängung bis zur Endtiefe ein Hohlraum im Boden geschaffen wird.
In einem zweiten Schritt wird die Säule durch regelmäßige Auf- und Abbewegungen mit einer Schrittweite von bis zu 0,5 m hergestellt. Der letzte Verfahrensschritt wird auch Ausstopfen im Pilgerschritt genannt, wodurch eine signifikante Aufweitung des Säulendurchmessers über den Gerätequerschnitt hinaus erreicht wird.
Im Unterschied dazu wird bei den Rütteldrainsäulen nach DIN EN 15237 im zweiten Schritt ganz oder teilweise auf das regelmäßige Ausstopfen verzichtet. Die Säule wirkt dann lediglich als Drain, da durch die fehlende horizontale Verspannung keine nennenswerten Lasten abgetragen werden können.

