Pfähle mit kleinem Durchmesser und Anker
Bodennägel

Mit Hilfe von Bodennägel lässt sich die Tragfähigkeit eines Bodenkörpers hinsichtlich Schub- und Zugspannungen verbessert. Der Erdkörper wird dabei mit einem Raster von Bodennägeln bestimmter Länge versehen.
Planmäßig abgeteufte Bohrungen mit ca. 150 mm Durchmesser werden mit Zementmörtel aufgefüllt. Anschließend wird der Bodennagel (Stabstahl) mittels Abstandshalter zentrisch in Zementkörper eingebaut. Eine freie Stahllänge wie bei einem Anker gibt es bei einem Bodenagel nicht. Die Nagelkräfte werden über den Zementkörper in den Boden übertragen.
Häufig eingesetzt werden Bodennägel beispielsweise zur Herstellung von nahezu senkrechten Geländesprüngen, die ohne diese Technik nicht standfest wären. In geringen Abschlagshöhen wird der Bodenaushub vorgenommen. Mit jedem Teilaushub wird ein Raster von Bodennägel eingebaut und die steile Erdwand zusätzlich mit einer bewehrten Spritzbetonschale gesichert. Letztlich entsteht ein nahezu "monolithischer" Erdkörper, der luftseitig durch die Spritzbetonschale, in seinem Inneren durch die Bodennägel gehalten wird und statisch wie eine Schwergewichtswand wirkt. Dieser Erdkörper kann zusätzliche Lasten aufnehmen und seine Standsicherheit wird wie die einer Schwergewichtswand nachgewiesen.
Anwendungsmöglichkeiten:
- Baugrubensicherung
- Sichern von Geländesprüngen
- Gelände- / Böschungssicherungen
- Mauerwerkssicherung / -sanierung
- Bodenverbesserung allgemein

