Injektionsverfahren
Soilfrac®-Verfahren

Das Soilfrac®-Verfahren wird von Keller Grundbau seit Jahrzehnten unter anderem zur Setzungsminimierung bei Tunnelarbeiten und Rückstellung von Gebäudeschiefstellungen erfolgreich eingesetzt.
Bei diesem Verfahren werden zunächst Ventilrohre in den zu behandelnden Bodenbereich eingebaut. Anschließend kann ein Packer, der sich am Ende einer fexiblen Injektionsleitung befindet, gezielt bis zu einem gewünschten Einzelventil in das Ventilrohr eingebaut und ein vorgegebenes Injektionsvolumen über dieses Ventil verpresst werden.
Dieser Vorgang wird in mehreren Injektionsphasen wiederholt, so dass nach Abschluss einer Vorinjektion und Verspannung des Bodens jederzeit gezielte Hebungen ausgeführt werden können. Bei diesem Verfahren werden im Boden Fließwege geöffnet (Fracs) in die das Injektionsgut eindringt und erhärtet. Durch mehrmalige Einwirkung kann jeder Boden verbessert und Hebungen eingeleitet werden. Zur Gründungssanierung wird das Soilfrac-Verfahren dort eingesetzt, wo Setzungen zum Stillstand gebracht werden müssen, wo natur- oder eingriffsbedingte Bodenverformungen stattfanden, wo Bergbaueinflüsse herrschen, wo nichttragfähiger Boden angetroffen wird, wo Teilbereiche auch gehoben werden müssen.
Schiefstehende Bauwerke wieder ins Lot zu stellen sind seit den Bemühungen um den schiefen Turm von Pisa technisch spektakuläre Ereignisse, auch bei uns.
Oft genügt jedoch eine Teilrückstellung, um der Funktionalität und dem ästhetischen Anblick eines Bauwerks dauerhaft zu genügen.
Der Bauwerksschutz gegen Setzungen aus Tunnel- oder Bergbau ist eine wichtige Anwendung der Soilfrac®-Technik.
Sie wurde weltweit 1985 erstmalig von Keller bei einem U-Bahn-Projekt im Ruhrgebiet eingesetzt.

