Keller Grundbau GmbH

Injektionsverfahren

Verdichtungsinjektion

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Verdichtungsinjektion-unterhalb-eines-Hochregallagers-Dortmund-2002

Bei Verdichtungsinjektionen wird in der Regel ein steifer bis plastischer Injektionsmörtel unter Druck in den Boden eingepresst. Er breitet sich im Baugrund als relativ homogene Masse aus und bildet dabei annähernd kugelförmige Injektionskörper.

Der umgebende Boden wird am Injektionsort lokal verdrängt und dabei verdichtet. Im Gegensatz zu anderen Injektionsverfahren dringt der Mörtel weder in die Poren des anstehenden Bodens ein (wie bei der klassischen Injektion), noch bilden sich lokale Risse aus (wie beim Soilfrac®-Verfahren).

Während der Verdichtungsinjektion werden Druck und Menge sowie gegebenenfalls Verformungen an der Geländeoberfläche bzw. an den Gebäuden aufgezeichnet.

Je nach Bauaufgabe wird die Verdichtungsinjektion bei Erreichen eines maximalen Druckes, eines maximalen Volumens, beim Auftreten eines gewünschten Hebungsmaßes oder dem Austreten von Material an der Geländeoberfläche beendet. Die Ausführung der Verdichtungsinjektion ist auf europäischer Ebene im Rahmen der Norm EN 12 715 geregelt.
Verdichtungsinjektionen können zur Verbesserung rolliger Böden eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn diese locker bis mitteldicht gelagert sind.

Auch im Bereich feinkörniger Böden wird das Verfahren angewandt, um Elemente mit höherer Festigkeit und Tragfähigkeit in wenig tragfähigem Baugrund anzuordnen und somit dessen Tragverhalten zu verbessern.

Bei Einsatz des Verfahrens im Bereich wassergesättigter, toniger Böden ist ein vorübergehender Anstieg des Porenwasserdruckes zu beachten. Infolge einer zeitlich verzögerten Umlagerung des Porenwasserdruckes in wirksame Spannungen (Konsolidierung) kann der zunächst erreichte Verdichtungseffekt teilweise wieder verloren gehen.